Februar 7, 2024

Kommt dir das hier bekannt vor?

 Du nimmst dir vor, dich endlich mal mit dem Thema Krypto auseinanderzusetzen…

…nur um dann von einem D-Zug an Fremdwörtern und Fachbegriffen überrollt zu werden. 

Das Ergebnis? Operation Krypto wird an der Starthaltestelle abgebrochen.

Damit dir das nicht nochmal passiert, präsentieren wir den ultimativen Guide für Krypto-Dummies:

  • So simpel wie möglich, so detailliert wie nötig
  • Einfache Erklärungen für jeden Fachbegriff
  • Zusammenfassungen für jeden Absatz
  • Garantiert unter 250.000 Wörtern

Also lass dich nicht überrollen, sondern steig ein. Abfahrt!

Ein schwarzer Zug mit einem Bitcoin-Logo.

Einsteigen oder überrollt werden? Einsteigen!

Einfache Definition für Kryptowährung

Das wichtigste vorweg: Kryptowährungen sind keine Währungen wie es der Euro oder Dollar sind. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) definiert sie als “Finanzinstrumente”. Es gibt rund 20.000 Kryptowährungen und die wenigsten haben den Anspruch, eine Währung zu sein. Darauf gehen wir später noch genauer ein.

Kryptos sind nicht Teil eines zentralisierten Finanzsystems, in dem Finanzinstitutionen (zB Banken) Geld verwalten. Stattdessen sind Kryptowährungen Teil eines dezentralisierten Finanzsystems. Während der Euro von einer Zentralbank kontrolliert wird, werden Kryptowährungen wie Bitcoin von vielen Computern über das Internet verwaltet. 

Alle Transaktionen mit Kryptowährungen werden in einer Blockchain dokumentiert. Das kannst du dir wie ein digitales öffentliches Tagebuch vorstellen. In der Welt der Kryptowährungen entspricht jede Überweisung oder Kauf mit Krypto-Geld einem Tagebuch-Eintrag. 

Das solltest du dir merken:

  • Kryptowährungen sind virtuelles Geld
  • Kryptowährungen werden dezentral verwaltet
  • Jede jemals getätigte Krypto-Transaktion ist in einem System namens Blockchain dokumentiert

Wie funktioniert Kryptowährung?

Kryptowährung existiert nur digital. Omi kann ihrem Enkel nicht mal eben ein bisschen Krypto in die Hand drücken.

Eine Großmutter gibt ihrem Enkel Fiatgeld.

Ein physischer Austausch von Geld.

Stattdessen wird jede Transaktion online durchgeführt und in der Blockchain dokumentiert

Doch wie funktioniert das? 

Eine Kryptowährung-Transaktion ist wie das Senden einer E-Mail, aber mit virtuellem Geld. 

Stell dir vor, du hast eine digitale Geldbörse (genannt Wallet) für Krypto-Geld. Jede Wallet hat eine einzigartige Adresse, genau wie dein Email-Postfach.

Wenn du Kryptowährung an jemanden senden willst, läuft das so ab:

  1. 1
    Du gibst die Adresse der Wallet des Empfängers ein.
  2. 2
    Du gibst ein, wie viel Kryptogeld du senden möchtest.
  3. 3
    Du gibst deine digitale Signatur an (dazu später mehr)
  4. 4
    Wenn du auf Senden drückst, wird die Transaktion von Computern im Krypto-Netzwerk überprüft.
  5. 5
    Sobald die Transaktion bestätigt ist, wird das Geld von deiner Wallet abgezogen und zur Wallet des Empfängers hinzugefügt.

Soviel fürs Erste.

Doch was funktioniert da jetzt anders als bei einer normalen Banküberweisung in Euro? 

Bei einer Online-Überweisung mit Fiatgeld (das ist der Sammelbegriff für von Regierungen herausgegebene Währungen wie Euro, US-Dollar, Yen usw.) prüft deine Bank die Überweisung.

Die Bank im zentralen Finanzsystem.

Alles läuft über die Bank.

Dabei stellt sie sicher, dass alles korrekt ist und du genügend Guthaben auf deinem Konto hast. Anschließend sendet deine Bank die Überweisungsinformationen über ein elektronisches Netzwerk an die Bank des Empfängers. Die Empfängerbank prüft die eingehenden Informationen und schreibt schließlich den Betrag auf das Konto des Empfängers gut. Außer dir, dem Empfänger und euren Banken kann niemand die Überweisung einsehen.

Eine Krypto-Transaktionen kommt gänzlich ohne die Beteiligung von Banken aus. Hier ein Schritt-für-Schritt-Überblick, wie Kryptowährung zu einem Empfänger gelangt:

  1. 1
    Start der Transaktion: Dazu gehört all das, was du oben in den Punkten 1-4 gemacht hast.
  2. 2
    Übertragung ins Netzwerk: Die Transaktion wird an das Netzwerk der jeweiligen Kryptowährung gesendet. Dort wird sie von Computern, die die Blockchain-Software ausführen, empfangen. Innerhalb des Netzwerks der Kryptowährung bilden die Computer die Knotenpunkte. Deshalb werden sie im Fachjargon Nodes genannt.
  3. 3
    Vorläufige Überprüfung: Die Knotenpunkte oder Nodes führen eine erste Überprüfung durch. Sie prüfen, ob du genug Kryptowährung in deiner Wallet hast und ob deine digitale Signatur gültig ist.
  4. 4
    Transaktionspool: Wenn die Transaktion als gültig erachtet wird, kommt sie in den sogenannten Mempool (Memory Pool). Das kannst du dir wie ein Wartezimmer vorstellen, in dem alle noch unbestätigten Transaktionen sitzen.
  5. 5
    Mining/Validierung: Miner (bei Proof of Work) oder Validatoren (bei Proof of Stake) wählen Transaktionen aus dem Mempool aus, um sie in einen neuen Block der Blockchain aufzunehmen. Sie überprüfen die Transaktion erneut und versuchen dann, einen komplexen mathematischen Prozess zu lösen (im Fall von Proof of Work), oder sie werden basierend auf ihrem Anteil an der Kryptowährung ausgewählt (im Fall von Proof of Stake). Dieser Abschnitt hat vermutlich Fragezeichen aufgeworfen. Aber keine Sorge, denn wir greifen das Thema im nächsten Kapitel auf! 
  6. 6
    Block-Erstellung: Sobald der Block mit der Transaktion und anderen Transaktionen erstellt ist, wird er an das Netzwerk gesendet. Wie viele Transaktionen auf einen Block passen, ist bei jeder Kryptowährung anders.
  7. 7
    Netzwerk-Überprüfung: Die anderen Nodes (Computer) im Netzwerk überprüfen den Block. Bei Proof of Work überprüfen sie, ob der mathematische Prozess korrekt gelöst wurde. Bei Proof of Stake prüfen sie, ob die ausgewählten Validatoren legitim sind.
  8. 8
    Block wird der Blockchain hinzugefügt: Wenn der Block als gültig akzeptiert wird, wird er der Blockchain hinzugefügt. Die Transaktion ist jetzt bestätigt und nicht mehr umkehrbar.

Jeder Schritt in diesem Prozess trägt zur Sicherheit und Unveränderlichkeit von Krypto-Transaktionen bei. Bevor ein neuer Block für immer (!) und unveränderlich (!) der Blockchain hinzugefügt wird, wird jede einzelne Transaktion des Blocks durch eine Vielzahl an Computern überprüft und validiert.

Wie das funktioniert, erklären wir in einem ganz kleinen Abstecher in die Welt der Blockchain.

Wirklich nur ganz klein, versprochen!

Simple Veranschaulichung eines dezentralen Finanzsystems.

Computer auf der ganzen Welt validieren Transaktionen.

Das solltest du dir merken:

  • Eine Krypto-Transaktion wird nicht von zentralen Finanzsystemen reguliert.
  • Stattdessen prüfen Computer (Nodes) im dezentralen Blockchain-Netzwerk deine Transaktion.
  • Nach der Prüfung wird deine Transaktion in einem neuen Block an die Blockchain gehangen.
  • Einmal an die Blockchain gehangen, ist ein Block für immer einsehbar und unveränderbar.

Mini-Exkurs: Die Blockchain, das Mining & die Validierung

Was die Blockchain ist, haben wir ja schon angerissen: Sie ist das digitale, unveränderliche Tagebuch, in dem alle jemals getätigten Transaktionen einer Kryptowährung für die Öffentlichkeit einsehbar dokumentiert werden. Es werden immer wieder neue Blöcke mit Transaktionen an die Blockchain gehangen. 

Das Anhängen neuer Blöcke passiert über einen Konsensmechanismus. Der Konsensmechanismus stellt sicher, dass alle Computer des Netzwerks eine gemeinsame Sicht auf den Zustand der Blockchain haben und dass Transaktionen und Blöcke auf eine Weise hinzugefügt werden, die Manipulationen und Fehler verhindert.

Es gibt verschiedene Konsensmechanismen. Sie alle haben jeweils eigene Regeln und Prozesse, um zu bestimmen, wie Blöcke gültig gemacht und zur Blockchain hinzugefügt werden. Damit spielen sie eine zentrale Rolle in der Funktionsweise und Sicherheit von Blockchain-Netzwerken.

Jede Kryptowährung verwendet genau einen Konsensmechanismus. Es können nicht mehr als ein Konsensmechanismus verwendet werden.

Die zwei am häufigsten verwendeten Konsensmechanismen sind Proof of Work (PoW) und Proof of Stake (PoS).

Proof of Work

Neben seiner weiten Verbreitung ist Proof of Work (PoW) vor allem bekannt, da es der Konsensmechanismus von Bitcoin ist.

Bei PoW müssen Computer komplexe mathematische Rätsel lösen, um neue Blöcke von Transaktionen zur Blockchain hinzuzufügen. Der Miner, der das Rätsel als erstes löst, darf den neuen Block hinzufügen. Dieser Prozess wird als Mining bezeichnet.

Menschen stellen ihren Computer und dessen Rechenleistung übrigens nicht aus reiner Liebe zur Blockchain für das Mining zur Verfügung. Denn Miner, die erfolgreich einen Block lösen und zur Blockchain hinzufügen, werden mit einer bestimmten Anzahl an Einheiten der Kryptowährung belohnt.

Ein Goldgräber ist auf Gold gestoßen

Seit dem Goldrausch hat sich das Mining doch leicht verändert.

Proof of Stake

Proof of Stake (PoS) ist die populärste Alternative zu Proof of Work und wird unter Anderem von Ethereum verwendet.

Anstatt durch Mining werden bei PoS neue Blöcke durch den Prozess des Stakings generiert. Nutzer staken einen Teil ihrer Kryptowährungseinheiten als Pfand für die Chance, den nächsten Block zu validieren. 

Die Wahrscheinlichkeit, als Validator für den nächsten Block ausgewählt zu werden, hängt von der Menge der gestakten Währung ab. Je mehr jemand staked, desto höher ist seine Chance, ausgewählt zu werden.

Während es bei PoW als Belohnung für das Hinzufügen eines neuen Blocks zur Blockchain Einheiten der Kryptowährung selbst gibt, bekommen erfolgreiche Validatoren bei PoS die Transaktionsgebühren der Transaktionen, die sie im Block hinzugefügt haben. Außerdem gibt es einen Block-Reward; das ist quasi ein “Dankeschön!” vom Netzwerk selbst.

Das solltest du dir merken:

  • Wie Kryptowährungen neue Blöcke an die Blockchain anhängen, wird über den Konsensmechanismus definiert.
  • Durch den Konsensmechanismus wird die Sicherheit der Blockchain erhalten.
  • Populäre Konsensmechanismen sind Proof of Work (Pow) und Proof of Stake (PoS).
  • Diejenigen, die die Transaktionen erfolgreich validieren (Miner bei PoW, Validatoren bei PoS), werden für ihre Arbeit belohnt.

Ist jede Kryptowährung auf einer Blockchain?

Fast jede Kryptowährung basiert auf der Blockchain-Technologie. Mit ihrer Transparenz, Sicherheit und Unveränderlichkeit bildet sie eine hervorragende Grundlage für dezentralisierte Finanzsysteme.

Es gibt jedoch auch digitale Währungen, die nicht auf einer Blockchain basieren, sondern auf anderen Technologien wie Directed Acyclic Graph (DAG) aufbauen. Ein bekanntes Beispiel für eine solche Währung ist IOTA. Diese Arten von Systemen unterscheiden sich in ihrer Struktur und Funktionsweise von traditionellen Blockchains, verfolgen aber ähnliche Ziele in Bezug auf Dezentralisierung und Sicherheit.

Liegen alle Kryptowährungen auf derselben Blockchain?

Nein. 

Zugleich werden aber auch nicht alle Kryptos auf ihrer eigenen Blockchain dokumentiert. Einige Kryptowährungen machen sich stattdessen eine bereits existierende Blockchain zunutze.

  • Ether (ETH) ist der native (oder salopp gesagt “hauseigene”) Coin der Ethereum-Blockchain.

  • Cronos (CRO) ist ein Token, der anstelle einer eigenen Blockchain ebenfalls die Ethereum-Blockchain nutzt. 

Moment mal. Coins? Tokens?

Zeit für einen kurzen Abstecher.

Was ist der Unterschied zwischen Coins und Tokens?

Wie bei jedem Kapitel gilt auch hier: Da könnte man einen eigenen Artikel drüber schreiben. Aber um die beiden Begriffe simpel voneinander zu trennen:

  • Wenn eine Kryptowährung auf ihrer eigenen Blockchain betrieben wird, handelt es sich um einen Coin. Coins dienen als Währung, denn sie werden für Transaktionen, Investitionen und als Wertespeicher verwendet.

  • Nutzt eine Kryptowährung nicht eine eigene Blockchain, handelt es sich um einen Token. Tokens können verschiedene Funktionen erfüllen, wie z.B. die Repräsentation eines physischen Vermögenswertes, Stimmrechte in einem System oder als Zahlungsmittel innerhalb eines spezifischen Projekts.

Wo bekommt man Kryptos?

Es gibt nicht den einen Ort, an dem man Kryptos kaufen kann. Stattdessen hast du eine Vielzahl an Möglichkeiten, die alle mit ihren eigenen Vorzügen kommen. Hier ein Überblick über vier gängige Optionen.

Centralized Exchanges (CEX): Die Kryptobörsen

Kryptobörsen fungieren als pulsierende Marktplätze für Kryptowährungen, auf denen man bequem und effizient mit Fiatgeld digitale Währungen erwerben und optional auch verwahren kann. Diese Online-Plattformen bieten eine breite Palette von Kryptowährungen zum Kauf oder Handel an und sind für viele der erste Anlaufpunkt auf ihrer Krypto-Reise.

Krypto Broker

Vor allem, wenn du schon mit traditionellen Finanzmärkten vertraut bist, bilden Krypto Broker eine leicht verständliche Brücke zwischen dir und der Welt der Kryptowährungen. Im Gegensatz zu Kryptobörsen, die direkte Handelsoptionen bieten, ermöglichen Broker den Kauf von Kryptowährungen zu festgelegten Preisen, wodurch der Prozess für Einsteiger weniger einschüchternd wird. Viele traditionelle Broker haben Kryptowährungen in ihr Angebot aufgenommen, was es Anlegern ermöglicht, in dieses neue Asset zu investieren, ohne ihre gewohnte Handelsumgebung verlassen zu müssen.

Decentralized Exchanges (DEX): Peer-to-Pool-Plattformen

P2P Plattformen ermöglichen den direkten Austausch von Kryptos zwischen zwei Einzelpersonen. Es wird weder Börse noch Broker benötigt: Auf diesen Plattformen treffen Käufer und Verkäufer in einem dezentralisierten Umfeld zusammen, um ohne die Vermittlung durch eine zentralen Autorität zu handeln.

Krypto ETFs

Krypto ETFs (Exchange Traded Funds) sind börsengehandelte Fonds, die in Kryptowährungen oder krypto-bezogene Unternehmen investieren. In Zukunft werden sie eine elegante Lösung für Anleger sein, die in Kryptos investieren wollen, ohne direkt einzelne Kryptowährungen zu kaufen. Derzeit erwirbst du mit Krypto Fonds noch ausschließlich Bitcoins, da Bitcoin als erste und bisher einzige Kryptowährung im Januar 2024 für den ETF-Handel zugelassen wurde.

Wie kann ich in Kryptos investieren?

Es gibt verschiedene Wege, wie du Kryptowährungen zur Vermögensbildung nutzen kannst. Diese kommen mit unterschiedlichen Risiken, Zeitaufwand und teilweise sogar unterschiedlicher Besteuerung.

Kryptos kaufen (und halten)

Du erwirbst mit deinem Fiatgeld eine oder mehrere Kryptowährungen mit dem Plan, diese erstmal für eine gewisse Zeit zu halten. Beim Kauf von Kryptowährungen geht es oft um eine langfristige Investition. Anleger kaufen und halten die Währung in der Hoffnung, dass ihr Wert ungeachtet kurzfristiger Kursentwicklungen über einen längeren Zeitraum steigt.

Kryptos handeln

Handeln bezieht sich auf den aktiven Kauf und Verkauf von Kryptowährungen über kürzere Zeiträume, um von den Preisschwankungen zu profitieren. Das erfordert ein tieferes Verständnis des Marktes und der verschiedenen Handelsstrategien sowie generell häufigere Transaktionen und ein aktiveres Management der Krypto-Vermögenswerte.

Krypto-Staking

Erinnerst du dich noch an Proof of Stake? Durch das Staking deiner Kryptowährung kannst du passives Einkommen in Form von Transaktionsgebühren oder Kryptos selbst verdienen. Dies hängt von der jeweiligen Blockchain ab.

Krypto-Lending

Beim Krypto-Lending verleihst du deine Kryptowährungen an andere Nutzer oder Plattformen und erhältst im Gegenzug Zinsen. Es gibt verschiedene Plattformen, die Lending-Services anbieten, wobei die Zinssätze je nach Plattform und Marktlage variieren. Das Risiko beim Lending hängt von der Kreditwürdigkeit des Schuldners und der Sicherheit der Plattform ab. In der Regel ist das Risiko geringer als beim aktiven Handel.

Das solltest du dir merken:

  • Es gibt mehrere Möglichkeiten in Kryptos zu investieren.
  • Die Möglichkeiten unterscheiden sich nach Risiko, Aufwand und Ertragsprofil.
  • Du solltest nicht blind investieren, sondern erst den Kryptomarkt verstehen.

Gibt es Steuern auf Kryptos?

Wie schön wäre es, wenn Krypto-Gewinne steuerfrei wären?

Sind sie sogar! Zumindest unter bestimmten Bedingungen. 

Tauscht du deine Kryptowährungen profitabel in Fiatgeld um, gilt das als ein privates Veräußerungsgeschäft.

Hast du die Kryptowährung zum Verkaufszeitpunkt weniger als ein Jahr gehalten, zahlst du Steuern darauf. Dabei gibt es in Deutschland allerdings einen jährlichen Freibetrag von 600 Euro. Sobald du diese Grenze übersteigst, musst du den gesamten Krypto-Gewinn versteuern.

Hast du die Kryptos länger als ein Jahr gehalten, sind die Gewinne aus dem Verkauf steuerfrei - zumindest, wenn sie als Privatperson verkauft hast.

Und wenn’s mal rote Zahlen gibt: Der Verlust aus Krypto-Verkäufen kann unter bestimmten Bedingungen steuerlich geltend gemacht werden.

Wie bewahrt man Kryptos auf?

Kryptowährung wird in Wallets aufbewahrt.

Und so langweilig das Thema verglichen mit all der Spannung des Marktes auch sein mag: In was für einer Wallet du deine Kryptowährung aufbewahrst, ist eine sehr wichtige Entscheidung.

Glücklicherweise stehen dir zahlreiche verschiedene Optionen zur Verfügung, die allesamt unterschiedlich sicher und benutzerfreundlich sind. Ja, leider kann man in diesem Fall eher nicht alles haben.

Wir stellen dir die zwei gängigsten Arten von Wallets kurz vor.

Hot Wallets / Online Wallets

Als Hot Wallets werden alle Wallets bezeichnet, die mit dem Internet verbunden sind. Sie sind einfach zu bedienen und bieten schnellen Zugang zu deinen Kryptos, was sie ideal für häufige Transaktionen und den täglichen Gebrauch macht. 

Der Nachteil: Da sie ständig mit dem Internet verbunden sind, sind sie anfälliger für Hacking-Angriffe.

  • Desktop-Wallets: Programme, die auf einem Computer installiert werden und den Nutzern die volle Kontrolle über ihre Schlüssel geben.

  • Mobile Wallets: Apps auf Smartphones, praktisch für den täglichen Gebrauch und für Zahlungen unterwegs.

  • Web-Wallets: Diese Wallets sind über Browser zugänglich und werden oft von Börsen bereitgestellt. Sie sind praktisch, bergen aber Risiken, da die privaten Schlüssel online gespeichert werden.

Cold Wallets / Offline Wallets

Cold Wallets sind der Gegenentwurf zur Hot Wallet. Sie bieten die höchste Sicherheit, da sie nicht ständig mit dem Internet verbunden sind. Dadurch kennt nicht mal der Drittanbieter der Wallet deine privaten Schlüssel. 

  • Hardware-Wallets: Physische Geräte, die private Schlüssel sicher speichern. Sie sind gegen Online-Angriffe geschützt, da sie offline sind, und werden nur zum Signieren von Transaktionen angeschlossen.
  • Paper Wallets: Physische Dokumente, die öffentliche und private Schlüssel enthalten, oft in Form von QR-Codes. Sie sind vollständig offline, können aber bei Beschädigung oder Verlust riskant sein.

Was beeinflusst die Kurse von Kryptowährung?

Diese Frage lässt sich leider nicht kurz beantworten.

Aber lass uns einen Blick auf weitgehend anerkannte Einflussfaktoren auf die Kursentwicklung von Kryptos nehmen:

Angebot und Nachfrage

Der absolute Klassiker unter den Preisbildungs-Faktoren macht auch vor Kryptowährungen nicht halt. Wenn viele Menschen eine bestimmte Kryptowährung kaufen wollen, wird ihr Kurs steigen. Das entspricht einem Angebotsmarkt, in dem die Nachfrage höher als das Angebot ist. Andersrum wird der bei einem Nachfragemarkt fallen, wenn mehr Menschen verkaufen als kaufen wollen. 

Marktstimmung

Gerade bei einer verhältnismäßig noch immer jungen Anlageklasse wie Kryptos kann eine Berichterstattung in den Mainstream Medien sich erheblich auf den Kursverlauf auswirken. Positives Sentiment, wie die Akzeptanz durch große Unternehmen, kann die Preise erhöhen, während negative Nachrichten sie senken können.

Regulatorische Entscheidungen

Ankündigungen von Regierungen und Finanzaufsichtsbehörden über neue Vorschriften, Verbote oder Akzeptanz können erheblichen Einfluss auf Kryptomärkte haben. Ein Beispiel dafür ist die Entscheidung der amerikanischen Finanzaufsichtsbehörde SEC, den Antrag mehrerer großer Asset Manager auf einen Bitcoin ETF stattzugeben.

Technologische Entwicklungen

Kryptowährungen fußen auf der Blockchain-Technologie und wie auch bei anderne technologie-basierten Unternehmen hängt der Kursverlauf vom innovativen Fortschritt ab. Erfolgreiche Updates und steigende Nutzung können den Kurs erhöhen, aufgedeckte Sicherheitsprobleme ihn senken.

Makroökonomische Faktoren

Ähnlich wie bei traditionellen Märkten können globale Wirtschaftsereignisse und Trends, wie Inflationsraten, Zinsänderungen und Wirtschaftskrisen, auch Kryptowährungsmärkte beeinflussen.

Sind Kryptowährungen WIRKLICH die Zukunft?

Um eine 100% sichere Antwort auf diese Frage zu geben, bräuchte es eine magische Glaskugel.

Sowas haben wir leider nicht. 

Deswegen geben wir dir stattdessen unsere Meinung:

Ja, Kryptowährungen sind die Zukunft!

Wenn dich unsere Begründung interessiert, schau dir die Aufzeichnung unseres CryptoWingmen Webinars “Darum steht der Kryptomarkt erst am Anfang” an.

Sind Kryptowährungen WIRKLICH sicher?

Das kommt ganz darauf an, was du mit “sicher” meinst.

Sicher im Sinne des Schutzes vor Hackern?

Ja! Neben der kryptographischen Verschlüsselung ist eine der Hauptstärken der Blockchain ihre Dezentralisierung. Da es keinen zentralen Punkt gibt, der angegriffen werden kann, ist es theoretisch schwieriger, eine Blockchain zu hacken als ein zentrales Bankensystem.

Die Geschichte zeigt, dass eher Kryptowährungsbörsen und Wallets Ziele von Hackern sind, nicht die Blockchain-Netzwerke selbst. Und während es erfolgreiche Angriffe auf Krypto-Börsen gab, muss dabei klargestellt werden: Dabei handelte es sich um Sicherheitslücken von Drittanbietern, nicht der Kryptowährung selbst.

Falls du “sicher” im Kontext der “sicheren Geldanlage” meinst:

Nein! Und das zu verstehen ist sehr wichtig. Verglichen mit anderen Geldanlagen handelt es sich um eine Hochrisiko-Anlage. Krypto-Projekte sind nicht anders als Start-Ups: Du investierst in etwas, das in den meisten Fällen noch kein fertiges Produkt ist bzw. hat. Die Lieder werden am Ende über die Helden gesungen, doch dabei solltest du nicht vergessen: Ob Start-Up oder Kryptowährung - trotz erfolgsversprechendem Beginn bleibt der Erfolg häufig aus. 

Wie du dich durch erfolgreich durch die stürmische See des Kryptomarktes navigierst, bringen dir unsere Crypto Wingmen im Crypto Anfängerkurs bei. Dabei geht es nicht um wilde Hypothesen, welcher Coin als nächstes durch die Decke geht. Stattdessen bringen dir Experten aus der Krypto- und Finanzbranche in 9 Wochen Online-Intensivtraining das nötige Knowhow mit, um selbst den Markt zu verstehen und einzuschätzen.

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